Was kostet ein Rechtsstreit ohne Versicherung?
Viele unterschätzen die Kosten eines Rechtsstreits. Bereits bei einem mittleren Streitwert summieren sich Anwaltsgebühren, Gerichtskosten und Sachverständigenhonorare auf mehrere tausend Euro – bei einem verlorenen Prozess trägst du auch die Kosten der Gegenseite.
~5.000 €
Streitwert 10.000 €
~12.000 €
Streitwert 50.000 €
~25.000 €
Streitwert 100.000 €
Wichtig: Bei einem verlorenen Prozess trägst du nicht nur deine eigenen Kosten, sondern auch Anwalts- und Gerichtskosten der Gegenseite. Eine Rechtsschutzversicherung schützt dich davor.
Die wichtigsten Bausteine der Rechtsschutzversicherung
Eine Rechtsschutzversicherung ist modular aufgebaut. Du wählst die Bausteine, die zu deiner Lebenssituation passen. Die meisten Versicherer bieten Kombinationspakete an.
Privat-Rechtsschutz
Streitigkeiten im Alltag, Nachbarschaftsstreit, Vertragsrecht, Kaufrecht und Schadensersatzforderungen.
Berufs-Rechtsschutz
Kündigung, Abmahnung, Gehaltsstreitigkeiten, Mobbing und arbeitsrechtliche Konflikte.
Verkehrs-Rechtsschutz
Unfallregulierung, Bußgelder, Fahrverbote, Führerscheinentzug und Streit mit der Werkstatt.
Wohnungs-Rechtsschutz
Mietstreitigkeiten, Nebenkostenabrechnung, Eigenbedarfskündigung und Schimmelprobleme.
Erweiterter Straf-Rechtsschutz
Verteidigung bei strafrechtlichen Vorwürfen inkl. fahrlässiger und vorsätzlicher Vergehen.
Steuer-Rechtsschutz
Einsprüche gegen Steuerbescheide, Betriebsprüfungen und Finanzgerichtsverfahren.
Erweiterter Strafrechtsschutz – unser wichtigster Tipp
Der erweiterte Strafrechtsschutz ist der am meisten unterschätzte Baustein. Er übernimmt die Kosten deiner Verteidigung auch bei fahrlässigen und vorsätzlichen Vergehen. Das kann existenziell wichtig sein.
Warum ist das so wichtig?
- Ein Strafverfahren kann jeden treffen – auch ohne eigenes Verschulden.
- Strafverteidigungen kosten schnell 10.000 € und mehr.
- Ohne erweiterten Strafrechtsschutz zahlst du die Verteidigung komplett selbst.
- Bei Freispruch fordert der Versicherer nichts zurück.
Unsere Empfehlung: Wähle immer einen Tarif mit erweitertem Strafrechtsschutz. Die Mehrkosten sind gering, der Schutz ist enorm.
Worauf du beim Vergleich achten solltest
Nicht jeder Tarif ist gleich. Beim Vergleich von Rechtsschutzversicherungen solltest du auf folgende Punkte achten:
Freie Anwaltswahl
Du solltest deinen Anwalt frei wählen können – ohne Vorgaben des Versicherers. Das ist bei komplexen Fällen entscheidend.
Deckungssumme
Mindestens 300.000 €, besser unbegrenzt. Prozesse über mehrere Instanzen werden schnell sehr teuer.
Wartezeit
In der Regel 3 Monate. Bei nahtlosem Wechsel von einer Vorversicherung entfällt die Wartezeit oft.
Selbstbeteiligung
150 bis 250 € Selbstbeteiligung senkt den Beitrag deutlich. Im Schadensfall zahlst du nur diesen Betrag.
Mediation
Gute Tarife übernehmen auch Mediationskosten. Das ist eine günstige Alternative zum Gerichtsverfahren.
Was ist bei der Rechtsschutzversicherung nicht versichert?
Auch die beste Rechtsschutzversicherung hat Grenzen. Typische Ausschlüsse sind:
Streitigkeiten, die vor Vertragsbeginn entstanden sind
Bau- und Architektenrecht (nur bei speziellen Bausteinen)
Vorsätzlich begangene Straftaten ohne erweiterten Strafrechtsschutz
Kapitalanlagestreitigkeiten und Spekulationsverluste
Familienrecht: Scheidung und Unterhalt (nur als Zusatzbaustein)
Tipp: Für Bau-, Familien- oder Kapitalanlagerecht gibt es bei einigen Versicherern optionale Zusatzbausteine. Sprich uns an – wir finden die passende Lösung.
Häufige Fragen zur Rechtsschutzversicherung
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